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07.04.2017

Nr. 4: d.school usw. – Legal Tech Tour

Silicon Valley Reisetagebuch 2017 von Markus Hartung

Es ist gar nicht so einfach, einen regelmäßigen Blog zu schreiben, wenn so viel passiert und man dauernd unterwegs ist. Hier auf die Schnelle ein paar Eindrücke unserer Reise – aber auch ein Verweis auf den Reiseblog eines der Mitreisenden, Markus Sauerwald vom RWS Verlag. Christian Solmecke hat bereits ein Video online gestellt, hier ist auch noch ein Video mit Philipp Kadelbach von Flightright und Felix Scheder von Freshfields Bruckhaus Deringer. Damit sind auch schon einige der Reisegruppenmitglieder offenbart, andere werden folgen. Sobald weitere Fotos und Videos veröffentlicht werden, erscheinen sie hier im Blog. Einer der Mitreisenden, Rechtsanwalt Oliver Allesch aus Essen, hat eine Drohne dabei und versorgt uns mit atemberaubenden Luftaufnahmen: Auf einer Legal Tech-Tour muss man offenbar mit allem rechnen.

Am Mittwoch, 5.4.2017, war der Einstieg mit einem Besuch bei der d.school an der Stanford University. Der vollständige Name lautet „Hasso Plattner Institute of Design at Stanford“ und ist ein Phänomen: Das Wort „Design“ bezieht sich nicht auf die Gestaltung schöner Dinge, sondern auf eine spezielle Art, Probleme anzugehen und mit einer speziellen Herangehensweise, dem Design Thinking, zu lösen. Margaret Hagan, die Leiterin des Legal Design Lab, gab uns eine Einführung in das, was dort an der Schule passiert: In erster Linie geht es darum, Rechtsdienstleistungen „besser“ zu gestalten, insbesondere den Zugang zum Recht zu verändern. Das richtet sich nicht nur an Jurastudenten, vielmehr kommen dort Studenten aus allen Fachrichtungen zusammen. Die Klassen sind überlaufen, die Universität überlegt, das Designangebot auszuweiten oder sogar verbindlich für alle Studenten aus Stanford zu gestalten. Die d.school wird auch von Kanzleien als Beraterin beauftragt. Das Design-Konzept ist ungemein praktisch und lösungsorientiert, und es scheint eigentlich so gut wie kein Problem zu geben, das nicht durch Kreativitätstechniken gelöst werden kann – das ist jedenfalls die Ausstrahlung der Schule.

Ähnlich ist es dann am Nachmittag bei SAP, wir treffen dort Jay Mandal, der uns über den SAP-Campus führt uns von seiner Karriere erzählt – vom klassischen Lawyer in einer Kanzlei zu Apple als Leiter der M&A-Abteilung, dann als Start Up-Unternehmer mit einer Frage/Antwort-Software für Rechtsuchende, die dann an Rocket Lawyer verkauft wurde. Auch bei SAP stehen Kreativität und Design Thinking im Vordergrund, wir gehen durch Labore, in denen Spielzeugmodelle aufgebaut sind, mit denen bestimmte Abläufe visualisiert werden, die mit Software automatisiert werden sollen.

Wie sortiert man diese vielen Eindrücke? Erst mal noch gar nicht. Alles sehr inspirierend, sehr optimistisch, sehr in Bewegung. Sehr anders.



Markus Hartung

Kontakt

Julia Brünjes
Marketing & PR
Tel.: 040 30706-199
julia.bruenjes(at)law-school.de