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21.08.2019

Wohin treibt die Digitalisierung den Rechtsmarkt?

Gespräch zwischen Prof. Dr. Nikolaus Forgó, Universität Wien, und Markus Hartung, Gründer und Senior Fellow am Bucerius CLP

Das Interview ist hier auf Youtube als Video verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=xvT4kgTltMw&feature=youtu.be

In Österreich gibt es nicht nur einen funktionierenden elektronischen Rechtsverkehr für Gerichte und Anwaltschaft sowie mit dem RIS eine frei verfügbare Datenbank der österreichischen Gesetzgebung und Rechtsprechung.

Darüber hinaus gibt es eine sehr lebendige Legal Tech-Szene mit einer Reihe von Unternehmen und einer guten Vernetzung, etwa bei www.legaltechaustria.at oder bei future-law.at; Future Law hat auch die österreichische Legal Tech Map herausgeben. Die Vernetzung betrifft aber nicht nur die Startup-Unternehmen selber, sondern auch die großen wirtschaftsberatenden Kanzleien, die sich unter dem Label „Legal Tech Hub Vienna“ zu einer gemeinsamen Innovations-Plattform zusammengeschlossen haben.


Die Vernetzung betrifft auch die Universität Wien, an deren Juristischer Fakultät es seit dem Jahr 2017 das „Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht“ gibt. Das Institut befasst sich insbesondere mit Rechtsfragen rund um IT/IP aus einer europäischen Perspektive, mit Schwerpunkten im Datenschutz-, Urheber-, E-Commerce- und Verbraucherschutzrecht, aber auch mit einem speziellen Fokus auf Legal Tech und Innovationen in den juristischen Berufsfeldern. Direktor des Instituts ist Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó, der sowohl im Römischen Recht als auch in der Rechtsinformatik tätig ist.


Am 3. Dezember 2018 war der frühere Direktor des Bucerius CLP, Markus Hartung, zu einer Gastvorlesung an die Universität Wien eingeladen. Im dichtbesetzten Vorlesungsraum ging es um die Veränderung der juristischen Berufsfelder durch Künstliche Intelligenz.


Im Anschluss an die Vorlesung fand ein Gespräch zwischen Nikolaus Forgó und Markus Hartung statt, das aufgezeichnet wurde (das Video ist hier auf Youtube verfügbar). In dem gut 40-minütigen Gespräch behandelten beide zahlreiche Aspekte der digitalen Transformation des Rechtsmarktes, der juristischen Arbeit und des juristischen Studiums. Ein 40-minütiges Gespräch mag für heutige Seh- und Kommunikationsgepflogenheiten etwas aus der Zeit gefallen wirken, aber Interessierte können sich auch nur einzelne Passagen aus dem Video anschauen, etwa über

  • die “Bucerius Law School” und das “Bucerius Center on the Legal Profession” (ab 00:48),
  • die Zukunft des juristischen Recherchierens (ab 08:28),
  • die Zukunft juristischer Verlage (ab 14:23),
  • die (zukünftige) Marktpositionierung von Rechtsanwaltskanzleien und deren Auswirkung auf  juristische Verlage (ab 21:34),
  • die (zukünftigen) beruflichen Konsequenzen der Marktveränderungen für Jura-Studierende und junge Berufseinsteigende im Rechtsbereich (ab 27:00),
  • die Marktsituation für (junge) Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Deutschland und die deutsche Anwaltschaft im Allgemeinen (ab 30:37), sowie
  • Empfehlungen an Jura-Studierende, sich auf den zukünftigen Jobmarkt vorzubereiten (ab 37:45).


Die Überlegungen und Thesen dieses Gesprächs sind sämtlichst nicht in Stein gemeißelt, sondern sollen Gegenstand der Debatte werden. Feedback ist daher sehr willkommen.

Markus Hartung

Kontakt

Julia Brünjes
Marketing & PR
Tel.: 040 30706-199
julia.bruenjes(at)law-school.de